2024-V

Projekte 2024

Inklusives Theater für Alle

Projekt vom: 01. Juni 2024 – 31. Mai 2026


Menschen mit Behinderung und junge Geflüchtete finden schwer Zugang zu Bildung. Auch Kultur-Angebote sind für sie schwerer zu erreichen als für andere. Warum? Weil die Angebote nicht die Bedürfnisse und Fähigkeiten dieser Menschen berücksichtigen.


Dieses Projekt möchte für Menschen mit Behinderung und Geflüchtete bessere Bedingungen schaffen. Die künstlerische Ausbildung für Menschen mit Behinderung soll besser unterstützt werden. Ebenso die künstlerische Ausbildung von jugendlichen Geflüchteten.


Es gibt nur wenige Kultureinrichtungen und Schulen, die Menschen mit Behinderungen aufnehmen. Oder die jungen Geflüchteten eine Chance geben. Wir wollen herausfinden, wie man diese Situation verbessern kann. Dafür wollen wir herausfinden, wie die kreative Ausbildung in Deutschland funktioniert. Danach wollen wir einen Plan entwickeln. Er soll zeigen, wie die Situation verbessert werden kann. Wie kann die Ausbildung inklusiver werden? Wie können Menschen mit Behinderung besser auf Schauspielschulen vorbereitet werden? Das wollen wir herausfinden.


Dieses Thema soll mehr in die Öffentlichkeit gelangen. Und natürlich auch an Einrichtungen herangetragen werden. Das Projekt soll Inklusion und Chancengleichheit fördern. Ganz besonders im Bereich Kultur.


Menschen mit Behinderung haben das Recht auf Teilhabe in der Arbeitswelt. Und sie haben ein Recht auf Kultur. Das darf nicht vergessen werden. Seit 2009 ist die Chancengleichheit in Deutschland im Gesetz festgeschrieben. Der Alltag zeigt uns, dass es noch viel zu tun gibt. Junge Menschen mit einer Behinderung haben genauso Träume, wie Nichtbehinderte. Sie haben Wünsche, was ihre Zukunft und ihre berufliche Tätigkeit betrifft. Oft werden Menschen mit Behinderung abgelehnt. Oder sie fühlen sich aufgrund zu vieler Barrieren nicht willkommen. Auch junge Geflüchtete müssen Hürden überwinden. Zum Beispiel Sprachprobleme. Oder, dass Vorkenntnisse und offizielle Nachweise nicht anerkannt werden. Zum Beispiel Ausbildungen.


Dabei sollen alle Jugendlichen die gleichen Chancen bekommen. Das ist eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft. Sie brauchen die gleichen Chancen, um ihre künstlerischen Talente zu entwickeln. Und um ihre beruflichen Träume zu verfolgen.


Anmeldung für das Projekt: HIER

www.level11projekt.de

Film ab - mein Leben in Bremen!

gefördert von Aktion Mensch.

Projekt vom 1. August 2024 bis 30. Juni 2026


Die Integration von ukrainischen Geflüchteten betrifft alle Menschen. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine flohen viele Familien nach Deutschland. Wie können Ankommen und Integration gelingen? Dieses Thema behandelt das Projekt „Film ab – mein Leben in Bremen!“


Das Projekt richtet sich an bis zu 20 junge ukrainische Jugendliche. Die Gruppe wird in einem selbstgedrehten Video von ihren eigenen Erfahrungen berichten. Wie haben sie selbst die erste Zeit in Bremen erlebt? Wie waren ihre ersten Eindrücke in der fremden Stadt?


Aber die Jugendlichen sprechen vor der Kamera nicht nur über sich selbst. Sie begleiten auch junge ukrainische Schauspieler vom „Theater 11“. Das ist ein internationales Theater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Es befindet sich mitten in Bremen. Die Projektgruppe befragt Schauspieler und Angehörige nach ihren Erfahrungen mit der Integration. Haben sie die Bremer als offen und freundlich erlebt? Oder war es schwierig, Kontakt zu den Menschen in Bremen zu bekommen?


Für diese Schauspieler ist das Theater 11 mehr als nur ein Hobby. Es gibt ihnen Sicherheit und eine Gemeinschaft. Das Video soll auch zeigen, wie Kunst zur Integration beitragen kann. Kann Theaterarbeit eine schnellere Eingliederung von Geflüchteten in die Gesellschaft fördern? Helfen künstlerische, soziale und psychologische Beiträge beim Ankommen und Bleiben?


Die aktive Beteiligung aller Teilnehmenden spielt eine wichtige Rolle. Die Gruppenmitglieder sind an allen Schritten des Projekts beteiligt. So entsteht ein lebensnahes und wahrheitsgetreues Gemeinschaftswerk über die Situation der Geflüchteten. Vom ersten Dreh bis zur Fertigstellung des Videos ist Teamarbeit gefragt. Auch die Interviewfragen erstellen die Jugendlichen in gemeinsamer Absprache.


Sie lernen ebenso Gefahren und Nutzen beim Surfen im Internet kennen. Über Datenschutz beispielsweise oder hilfreiche Technik beim Bedienen des Smartphones.


Integration von Geflüchteten so hautnah zu erleben, ist ein spannendes Thema. Ganz allgemein soll das Video Integrationsarbeit sichtbar machen. Das ist besonders wichtig, da sich mittlerweile viele von der Ukrainehilfe abwenden. Die Präsentation vor der Presse macht die Situation wieder sichtbarer.

Projekt „Theater auf Rädern“

gefördert von Aktion Mensch.

Projektvom 15. Mai 2023 bis 14. November 2025


„Theater auf Rädern“ heißt dieses Projekt. Es ist für Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren. Sie sind in einer öffentlichen Bremer Einrichtung untergebracht.

Das Angebot ist für die Teilnehmenden kostenlos. Wir kommen zu ihnen. Bei uns kann man einfach kreativ mitmachen. Dabei passen wir unser Programm genau daran an, was die Kinder brauchen.

Wir richten uns bewusst an Kinder und Jugendliche in diesen besonderen Situationen. Wir wollen ihnen Teilhabe möglich machen. Dabei hilft uns das Mittel „Theater“. Durch Theater entdecken die Kinder und Jugendlichen ihre eigene Kreativität. Es wird für sie leichter, kreativ zu sein. Und sie können so an Themen arbeiten, die für sie schwer sind. Sogar Themen, die ihre belastende Situation betreffen. So lernen sie, damit besser umzugehen.


Auch die Angehörigen sollen angesprochen und beteiligt werden im Projekt. Besonders bei jüngeren Kindern. Sie werden nicht ohne Erwachsene mitmachen können. Sie benötigen Unterstützung und Ansprache.


Die Einrichtungen, in denen die Kinder leben, sind Flüchtlingsheime und Übergangsheime. Sie liegen meist in benachteiligten Bremer Stadtteilen. Die AWO Bremen ist der größte Anbieter. Sie hat der Zusammenarbeit für dieses Projekt gerne zugestimmt.

„Die Welt beginnt bei mir“

Projekt vom 1. Juli 2023 bis 31. Dezember 2025


Förderung über „Kultur macht STARK!“


„Mein Land – Zeit für Zukunft“ der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V.


Projektpartner: Oberschule an der Helsinkistraße und Sportgarten Bremen


Bei diesem Projekt geht es darum, wie man sich selbst sieht. Und darum, wie man mit Gewalt umgeht, die man selbst erlebt hat.


Unsere Partner sind der „Sportgarten Bremen“ und die „Oberschule an der Helsinkistraße“. Wir führen das Projekt gemeinsam durch. Jeweils 30 Kinder und Jugendliche lernen hier den richtigen Umgang mit Medien. Geplant sind 3 Durchläufe.


Das Projekt setzt ein anderes Projekt fordert. Nämlich das Projekt „my planet – ich kann was bewegen“. Die Kenntnisse und Erfahrungen daraus werden in dieses Projekt einfließen. „Die Welt beginnt bei mir“ ist aber ein in unabhängiges Einzelprojekt. Es besteht aus mehreren Phasen.


Was muss ich beim Austausch von Informationen über das Smartphone beachten? Sind alle Nachrichten so geschrieben, wie sie wirklich gemeint sind? Oder bedeuten sie etwas, das man nicht gleich erkennen kann? Das gilt für gesprochene, und geschriebene Mitteilungen. Damit ist die Körpersprache gemeint. Wie drücke ich mit Händen und dem Gesicht etwas ohne Worte aus? Das passiert oft auch unbewusst. Das heißt, ohne dass ich es bemerke. Das alles wird Thema in diesem Projekt sein.


Durch die Corona-Pandemie kam es zum sogenannten „Home Schooling“. Schülerinnen und Schüler haben zuhause Unterricht über das Internet bekommen. Für die meisten war das sehr ungewohnt. Dieses Projekt hilft besonders denen, die wenig Erfahrung mit Computern haben. Es zeigt, wie man mit dem Computer richtig umgeht.


Die Teilnehmenden erlebten 3 große Phasen des Projekts. Anschließend zeigten die Kinder und Jugendlichen ihre Ergebnisse. Die erste Präsentation war am 23. und 24. März 2024. Veranstaltungsort waren die Räume an der Friedrich-Karl-Straße 54, 28205 Bremen.

Solidaritätsprojekt

„Klima - mach mit und sei dabei!“ vom 01.06.2023 – 31.05.2024

Das Projekt wird geplant und durchgeführt von 5 jungen Menschen aus Bremen. Ihre Idee: etwas zur Verbesserung des Klimas beizutragen. Auf die Idee kamen sie durch andere öffentliche Aktionen. Zum Beispiel die "Klima-Kleber" und Demonstrationen. Aber auch durch Informationen zum Thema Klima im Internet.


Die Durchführung des Projektes ist der Gruppe sehr wichtig. Die Beteiligten möchten selbst etwas zum Schutz der Erde beitragen. Und etwas gegen den Klimawandel tun. Gleichzeitig möchten sie andere Menschen darauf aufmerksam machen. Bestenfalls bewegen sie auch andere, ebenfalls zu handeln und aktiv zu werden.


Der CO2-Anteil in der Luft steigt seit vielen Jahren stark an. Daran ist auch der Mensch schuld. Die durchschnittliche Temperatur auf der Welt ist bereits um 1,1 Grad angestiegen. Forscher sagen: Sie wird noch weiter steigen. Bis zum Jahr 2100 sogar um 3 bis 4 Grad Celsius.


Im Moment gibt es zahlreiche Klimaprobleme und Umweltprobleme. Zum Beispiel Luftverschmutzung, Meeresverschmutzung und Abholzung von Wäldern. Ziel ist es, vor allem die junge Generation Z anzusprechen. Das sind alle Menschen, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden. Denn sie und ihre Nachfahren werden in dieser veränderten Zukunft leben. Ebenfalls möchten sie aber auch jeden anderen Menschen ansprechen. Alle sollen gemeinsam eine bessere Zukunft auf diesem Planeten schaffen.


Ziel ist es, einzelne Aktionen durchzuführen. Alle, die mitmachen, haben davon etwas. Sie machen neue Erfahrungen und erwerben neues Wissen. Auch das Umfeld der Gruppe hat etwas davon. Beispielsweise von der Aktion „Müll sammeln an der Küste“. Sie befreit Mitmenschen, Tiere und Natur von Müll. An verschiedenen Orten will die Gruppe außerdem auf den Klimawandel aufmerksam machen. Dafür planen sie verschiedene Aktionen.


Der Verein „Integration durch Kunst“ unterstützt die Projektgruppe. Geld bekommt das Projekt von der Europäischen Union.

„Wir sind ALLE besonders!“

gefördert von Aktion Mensch.

Projekt vom 1. Januar 2023 bis 31. August 2026


Menschen mit und ohne Behinderungen sollen in Deutschland die gleichen Chancen haben.
Das steht seit 2009 in einem Gesetz. Im Alltag ist das oft schwer. Denn wie das genau gelöst werden soll, wurde nicht festgelegt. Darum ist es wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger mitmachen. Inklusion muss überall im Alltag stattfinden. Zum Beispiel am Arbeitsplatz, in der Schule oder beim Sport. Und auch in der Kultur. Alle Menschen sollen überall mitmachen können. Das nennt sich Teilhabe. Und diese Teilhabe muss für alle normal werden.


In der Wirklichkeit sieht es leider ganz anders aus. Viele Menschen haben Probleme. Menschen mit Behinderungen fühlen sich oft allein.


Unser neues Angebot ist für Menschen mit Behinderung. Sie sollten zwischen 6 und 27 Jahren alt sein. Und sie sollten möglichst Wurzeln in anderen Ländern haben. Welche Art von Behinderung sie haben, spielt keine Rolle. Auch nicht, ob sie eine dauerhafte Erkrankung haben. Und genauso wenig, aus welcher Kultur sie stammen. Die sexuelle Ausrichtung spielt ebenfalls keine Rolle.


Die Teilnehmenden arbeiten mit behinderten und nichtbehinderten Jugendlichen zusammen. Sie machen gemeinsam Projekte. Vielleicht fahren sie in den Ferien gemeinsam weg. Oder nehmen an Treffen mit Menschen aus der ganzen Welt teil. Zusammen lernen sie neue Freunde – und sich selbst – kennen. So muss sich niemand mehr allein fühlen.


Das Projekt ist vor allem für junge Menschen mit Behinderungen aus Bremen. Es hilft ihnen, leichter Kunst zu machen.

„Meine Zukunft beginnt jetzt“ gefördert von der Deutschen Postcode Lotterie.

Projekt vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024


Das Projekt ist hauptsächlich für Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine. Sie leben in Bremen und beenden bald die Schule. Manche beginnen bald eine Ausbildung. Andere gehen auf eine weiterführende Schule.


Die jungen Menschen arbeiten gemeinsam in Gruppen. Darin denken sie über ihre Zukunft nach. Sie sammeln gute Ideen für ihr späteres Leben. Geleitet werden diese Workshops von Menschen, die aus anderen Ländern stammen. Sie verstehen die jungen Teilnehmenden deswegen sehr gut.

Die jungen Geflüchteten haben oft Schlimmes erlebt. Und sie haben Schwierigkeiten mit der Sprache. Deswegen ist es oft schwer für sie in der Schule. In unseren Schulen wird manchmal auch anders gelernt, als in anderen Schulen. Und in Kultureinrichtungen, wie Theatern, läuft bei uns auch manches anders. Das kennen die jungen Menschen so nicht aus ihrer Heimat. Auch das kann das Lernen und die Freude beeinträchtigen. Die betroffenen Jugendlichen benötigen daher besondere Aufmerksamkeit.

Wir nehmen uns Ziele vor, die die jungen Menschen schnell erreichen können. Große Ziele brauchen mehr Zeit. Wir gehen kleine Schritte mit ihnen. Auch kleine Schritte, um große Ziele zu erreichen.

Manche Kinder haben Traumberufe. Die sind oft eher Fantasie und nur schwer zu erreichen. Astronaut zum Beispiel. Andere Kinder haben überhaupt keine Idee, was sie einmal werden wollen. In diesem Alter ist es wichtig, eigene Talente zu erkennen. Wozu habe ich Lust? Was kann ich gut? Wenn Kinder das feststellen, kann das helfen, einen Beruf zu entdecken. Manchmal sind dafür andere Räume nötig. In der Familie oder Schule kann ich nicht alle Talente entdecken. Hier setzen unsere Workshops an. Sie sind aufeinander aufgebaut.


Die jungen Menschen sollen Ideen für eine gute Zukunft entwickeln. Sie sollen miteinander erleben, welche Träume und Hoffnungen junge Menschen haben. Wenn sie dies selbst erkennen, werden sie stärker. Um dies zu erreichen, sind mehrere Schritte nötig. Diese Schritte machen wir mit den Mitteln des Theaters.


Das Projekt ist auf 12 Monate ausgelegt. Im ersten Schritt möchten wir die Jugendlichen kennenlernen. Wir machen ihnen Mut und wollen sie begeistern. Danach beginnen die Workshops zum Thema „Ziele setzen und erreichen“.

K.O.T. Jugendbegegnung Thema: "Frieden beginnt in dir" Januar 2024.

“Kultur On Tour” ist eine internationale Jugendbegegnung. Sie wird durch die Europäische Union mit Geld unterstützt. Wenn sich Menschen mit unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und Hintergründen begegnen, wachsen Freundschaften. Und zwar über Grenzen hinweg. Es entsteht Völkerverständigung. Dabei halfen kreative Arbeitsgruppen, Diskussionen und direkter Austausch. Geleitet wurden die Treffen von Menschen mit viel Erfahrung. Sie kennen sich in der internationalen Jugendarbeit aus. Sie wissen, was wichtig ist, wenn Menschen aus vielen Kulturen zusammenkommen. Und wenn mehrere Sprachen gesprochen werden.


Teilnehmende aus 7 europäischen Ländern waren in Bremen zu Gast. Thema war dieses Jahr: “Frieden beginnt in dir”. Wo und wie findet man diesen Frieden?


Die Teilnehmenden sollten sich viel mit sich selbst beschäftigen. So konnten sie sich selber besser kennenlernen. Aufgaben rund um Theater halfen dabei. In der Gruppe und in Zweierteams wurden die Persönlichkeiten gestärkt. Der Selbstwert der Teilnehmenden konnte erhöht werden. Alle haben sich mit dem Thema Frieden beschäftigt. Das hat bei vielen ein „Aha-Erlebnis“ ausgelöst. Sie haben etwas Neues für sich entdeckt. Teamgeist und Zusammenhalt entstanden. Durch Diskussionen wurden die Jugendlichen zum Nachdenken angeregt. Sie konnten so erleben, dass sie Situationen anders betrachten.

Kultur Inklusion Theater (K.I.T.) Thema: “Frieden” Februar 2024.

Bei K.I.T. treffen sich Jugendliche mit und ohne Behinderung aus verschiedenen Ländern. Denn K.I.T. ist eine inklusive internationale Jugendbegegnung. Organisationen aus 9 europäischen Ländern sind daran beteiligt.


Möglich wird dies durch Geld von mehreren Einrichtungen. Das sind die Europäischen Union, Aktion Mensch und die Stadt Oldenburg.


Das Projekt bringt Jugendliche aus verschiedenen Ländern zusammen. Sie haben körperliche und geistige Einschränkungen. Dabei dreht sich alles um das Thema „Frieden“. Wie wird Frieden in anderen Ländern und anderen Kulturen gesehen? Welche Rolle spielt Frieden für Menschen mit und ohne Behinderung? Darüber sprechen wir.


Die Teilnehmenden mit Behinderung brachten ihre eigene, besondere Sichtweise ein. Und sie haben gemeinsam Hindernisse überwunden. So zeigten sie, dass Frieden nichts Kompliziertes ist. Nichts, was es nur in Köpfen gibt. Sie zeigten, dass Frieden ganz konkret im Alltag besteht. Zum Beispiel darin, persönliche Herausforderungen zu bewältigen.

Bei K.I.T. entstand eine besondere Atmosphäre. Dazu haben Arbeitsgruppen, Diskussionen und der Austausch untereinander beigetragen. Jugendliche konnten ihre inneren Stärken entdecken. Und sie lernten, wie Vielfalt und Inklusion wirken. Wie Verständnis entsteht. Und wie daraus eine stärkere Gemeinschaft wächst.

Diese besondere Jugendbegegnung soll unbedingt wiederholt werden. Darin sind sich alle Teilnehmenden einig.

Stück: "Romeo und Julia" Premiere April 2024.


Wir bringen das Theater-Stück "Romeo und Julia" auf die Bühne. Es spielen Jugendliche und Menschen im Alter von 13 bis 30 Jahren. Dabei helfen junge Schauspiel-Profis des Theater 11.


Im Frühjahr 2022 sind viele professionelle Schauspieler nach Deutschland geflüchtet. Sie kommen aus der Ukraine und Russland. Für sie ist das Theater 11 zu einer zweiten Heimat geworden. Für „Romeo und Julia“ erhalten die Jugendlichen Unterricht von Lehrern. Sie lernen, sich auf der Bühne zu bewegen. Sie erhalten Kenntnisse im Schauspiel. Und sie lernen und verbessern ihre Deutsch-Kenntnisse. Interessierte Jugendliche und Schauspiel-Profis werden auf der gleichen Bühne stehen. Gemeinsam setzen sie ganz eigene, neue Ideen um. Und sie probieren ungewöhnliche Dinge aus, die nicht alten Regeln folgen. Gemeinsam gestalten sie die Bühne. Die Jugendlichen erstellen ihre eigene Musik und schreiben eigene Texte.


Unser Ziel: Junge Menschen sprechen von der Bühne aus über schwierige Themen. Sogar über solche, die sie sonst nicht mit Erwachsenen besprechen würden.


Professionelle Schauspielende sind: Filipp Shilovskii, Ilya Riabov, Iryna Shcherbak, Julia Lohvynenko und Varvara Kuporova. Alle sind wegen des Ukraine-Krieges nach Deutschland gekommen. Sie spielen zusammen mit den jugendlichen Schauspielenden des Theater 11.

Stück: "Love&Hate" - Liebe und Hass


Im Theaterstück „Love and Hate“ geht es um Gefühle. Das sagt schon der Name – zu Deutsch: Liebe und Hass. Das Publikum wird auf eine Reise voller Gefühle mitgenommen. Das Stück hebt hervor, wie zerbrechlich die Menschlichkeit ist. Vor allem, wenn überall Zerstörung und Kampf toben. Es zeigt auch die unerschütterliche Kraft der Liebe und des Mitgefühls.


Die Hauptfiguren sind äußerst unterschiedlich. Und doch erkennen sie, dass Verständnis und Liebe wichtige Schlüssel sind. Mit ihnen können Hass und Gewalt überwunden werden.


Es werden 25 Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren mitwirken. Einige von ihnen stehen zum ersten Mal auf einer Bühne.

Ort der Aufführung wird ein Bunker sein. Die Premiere ist im September 2024 geplant.

Solidaritätsprojekt "Girl Power - wie geht das?"

Start 2024 für 12 Monate.

Das Projekt wird von 5 jungen Frauen geleitet und durchgeführt. Sie hatten die Idee dafür. Dieses Projekt wird von der Europäischen Union unterstützt. Es stärkt die Menschen so, dass sie Dinge von selbst anfangen. Sie machen gerne bei einer Aufgabe mit. Und sie lernen, sich für eine Sache einzusetzen.


"Girl Power - wie geht das?" heißt das Projekt. „Girl Power“ meint dabei die Stärke von Mädchen und jungen Frauen. Wir haben uns das Ziel gesetzt, jungen Mädchen zu helfen. Sie sollen ihre eigene innere Stärke und Schönheit erkennen. Und sie sollen sich selbst und was sie können als wertvoll empfinden. Dies soll im Verlauf des Projekts noch gesteigert werden. Bestehende Hindernisse sollen angesprochen werden. Und es soll ein Raum für Verbesserungen entstehen. Er soll die Mädchen bei dieser Entwicklung unterstützen.


Die Mädchen müssen sich frei machen von anderen. Sie sollen sich von unfairen Meinungen befreien. Und von Bewertungen durch andere. Das müssen sie lernen. Denn dies ist besonders wichtig. Sie sind wertvoll und einzigartig!

Auch schauen wir darauf, welche Gewohnheiten die Mädchen haben. Und woran sie glauben. Gewohnheiten und Glaubenssätze werden oft schon in der Kindheit verankert. Wir fragen, welche Glaubenssätze für sie schwierig sind. Welche sie behindern. Und wir unterstützen sie, sich von hinderlichen Glaubenssätzen zu lösen.“


Das Projekt geht über 12 Monate. Es wird vom Verein „Integration durch Kunst “ begleitet.

Kreatives Sommer Camp 2024

Das Sommercamp ist in die Natur eingebunden. Es bietet aber Möglichkeiten, die Stadt zu erkunden. Insgesamt sind 75 Teilnehmende im Alter 12 bis 16 Jahren dabei. Viele kommen aus ärmeren Verhältnissen und aus den benachteiligten Stadtteilen Bremens. Auch Geflüchtete aus der Ukraine nehmen am Sommercamp teil. Für alle bietet das Sommercamp eine kreative Auszeit und Erholung vom Alltag.


Für viele wird es die erste Ferienfahrt sein. Gerade die ukrainischen Jugendlichen sollten einmal entspannen und die Natur genießen. Alle sollen von den Anregungen, die wir vorbereitet haben, Vorteile haben. Es wird viele Workshops zu verschiedenen Themen geben. Zum Beispiel zu der Frage: Was sind meine Ziele im Leben? Was ist mein Wunschberuf? Aber auch mit dem Thema Frieden beschäftigen wir uns im Sommercamp. Wie kann Frieden allgemein gelingen? Wie kann ich Frieden in mir selbst finden? Dazu nutzen wir Techniken aus der Theaterpädagogik.


Bewegen und Spiele in der Natur gehören ebenfalls dazu. Darüber hinaus werden wir Kunstwerke erstellen. Wir kleben verschiedene Materialien aus der Natur zu einem Bild zusammen.

Inklusives Schauspiel, inklusiver Tanz: Meine ersten Schritte

Projekt vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2025.

Gemeinsam mit dem Projektpartner aus Spanien


Auch Menschen mit Behinderungen sollen künstlerische Berufe oder Tätigkeiten lernen können. Aber wie gut gelingt das? Wie sind die Bedingungen dafür? Und wie können wir das ganz konkret verbessern? Das schauen wir uns in diesem Projekt mit Partnern aus Spanien an. Es gibt nur wenige Kultureinrichtungen und Schulen, die Menschen mit Behinderungen aufnehmen.


Zum Beispiel: Was benötigen junge Menschen, bevor sie in eine Schauspielschule gehen? Oder in eine Tanzschule? Wie kann man sie darauf besser vorbereiten?

Menschen mit Behinderung wird zu oft zu wenig zugetraut. Sie müssen sich oft anhören: „Du kannst das nicht. Ich werde es für dich tun.“ Sie können dann nicht selbst entscheiden und sind nicht selbst verantwortlich. Menschen mit Behinderungen müssen oft viel aufholen. Viele konnten nicht von Jugend an in Theater gehen. Oder zu Ballettschulen oder besonderen Schulen für Kunst. So konnten sie ihre Talente nicht entdecken oder ausbauen. Deshalb haben sie noch viel zu lernen, bevor eine Ausbildung möglich ist.

Wer beruflich in der Kunst arbeitet, braucht besondere Fertigkeiten. Man muss auch selbst besondere Verantwortung übernehmen. Man benötigt die richtige Einstellung. Das lernen Menschen mit Behinderung, durch praktische, künstlerische Arbeit. Indem sie „es machen“. Inklusives Tanzen und darstellendes Spiel hat also nichts mit Wohltätigkeit zu tun.

Es geht darum, dass alle gleich sind. Alle Menschen, die Kunst machen, bringen ihren Teil ein. Der wichtigste Wert ist es, professionell zu sein. Denn das erwarten alle Beteiligten.

Diese Angebote gibt es viel zu selten in Europa. Mit unserem Projekt wollen wir als Partner voneinander lernen. Wir wollen Strategien entwickeln. Und uns für inklusive Theater- und Tanzausbildungen stark machen.

Die Erfahrungen aus einem anderen Land ermöglichen andere Sichtweisen. Es ist immer gut, funktionierende Lösungen von anderen anzusehen und sich auszutauschen.


Der Blick über die Grenze stärkt unsere eigenen Fähigkeiten. Wir verstehen andere Kulturen. Wir erweitern unsere persönlichen Kontakte.

Als weiteres Ziel wollen wir eine Art Leitfaden erstellen. In ihm wollen wir die Ergebnisse des Projekts festhalten. So können wir die Ergebnisse für künftige Projekte nutzen.

Es sind drei persönliche Treffen geplant im Projektzeitraum.

Internationale Jugendbegegnung „Mein Lebensweg“ in Torrevieja, Spanien

Projekt vom 5. bis 13. Oktober 2024


Jugendliche aus Deutschland und Spanien treffen sich zum Thema "Mein Lebensweg".
 

Das Leben von Kindern und Jugendlichen hat sich verändert. Es ist anders geworden, als früher. Die Corona-Krise und Kriege wie der in der Ukraine sind die Gründe. Die Lebensqualität für junge Menschen ist schlechter geworden. Es geht ihnen nicht mehr so gut. Gefühle und Gedanken sind nicht mehr so frei. Manchmal werden sie dadurch krank.


Junge Menschen sind unsicher. Einerseits kann man heutzutage so viel machen. Man hat berufliche und private Möglichkeiten. Auf der anderen Seite haben viele das Gefühl, sie können nichts planen. Sie denken: Vieles ist unsicher geworden.

Für Menschen aus anderen Ländern ist das Ankommen ein großes Thema. Und die Frage, wie sie sich einbringen können, damit man sie akzeptiert. Sie wollen integriert werden. Denn sie wollen bleiben. Oft fühlen sie sich aber nicht willkommen. Das erleben sie in ihrem Alltag. Und mehr noch: Sie haben auch Angst und Unsicherheit. Das empfinden sie, weil viele Menschen sich ihnen gegenüber feindlich ausdrücken. Und weil fremdenfeindliche Parteien viele Stimmen in Deutschland bekommen.

Wir haben bei dem Treffen Lebenswege von Menschen angesehen. Die Persönlichkeit der einzelnen Teilnehmenden wurde gestärkt. Durch den Austausch förderten wir Verständnis. So setzten wir uns ein für ein vielseitiges Europa.

Auch Fachkräfte sind sich begegnet. Sie haben sich ebenfalls mit dem Thema auseinandergesetzt. Die anschließende Begegnung der Jugendlichen war ein voller Erfolg. Wir konnten neue Ansätze ausprobieren. Wir erforschten Lebenswege auf kreative Art und teilweise in Bewegung.

Die Jugendlichen haben Berufe dargestellt und erraten. Sie sollten sie durch Bewegungen darstellen, ohne zu sprechen. Diese Methode heißt „Pantomime“. Dazu haben wir auch klassische Workshops angeboten. Auch darin ging es um Ziele und Lebenswege.

Große Ziele kann man in kleine Schritte aufteilen. Das haben die Teilnehmenden verstanden. Ein Teilnehmer sagte sinngemäß danach: „Ich möchte später was mit Theater arbeiten. Ich habe jetzt verstanden, dass ich erst ausprobieren kann. Erst dadurch weiß ich genau, was ich möchte.“