2022

Projekte 2022

Willkommen in Bremen

„Willkommen in Bremen“ außerschulische Bildung für junge Geflüchtete aus der Ukraine

Kooperation mit mehreren Bremer Willkommensschulen im Schuljahr 2022/2023

Es ist und war uns wichtig die Neuankömmlingedarin zu unterstützen, dass sie die traumatischen Ereignisse so feinfühlig wie möglich verarbeiten. Wir boten ihnen die Möglichkeit kreativ, spielerisch positive Impulse zu erleben umso Schritt für Schritt in Bremen/Deutschland anzukommen. Die Kinder und Jugendlichen sollten eine unbeschwerte Zeit erleben und wieder richtig lachen und sich mit Spaßbewegen z.B. über Tanzen und Bewegungsspiele.


Bericht von der Projektwoche mit der Willkommensschule Stresemannstraße:

Die Arbeit am Theaterstück „Friede beginnt in dir“ sollte den Schüler*innen die Möglichkeit geben über Konflikte im Kleinen und Großen nachzudenken und was es für Frieden benötigt. Das Stück sollte den Teilnehmer*innen als Hilfe dienen Emotionen und Gefühle einzuordnen, die den Ursprung in traumatischen Erfahrungen haben und lernen damit umzugehen. Das war enorm wichtig, dass sie die Möglichkeit bekamen wieder einem geregelten Alltag nachzugehen nach all den Geschehnissen.
Das Theater erlaubt über alles zu sprechen und alles nochmal zu durchleben, was man sich nie getraut hat zu sagen. Das eigene Umfeld formt oft die innere Welt der jungen Menschen, die in jungen Jahren oft noch nicht im Stande sind zu begreifen, dass wenn sie Böswilligkeit aussenden diese auch zurückkommen. Wenn sie jemandem eine Hand reichen, dass auch sie eine Hand in Not gereicht bekommen. Wir kreieren selber den Frieden um uns herum, weil dieser in uns entsteht. Das Projekt wurde innerhalb der Projektwoche mit Schüler*innen und einigen Schauspieler*innen vom Theater11 auf die große Bühne des Theater Bremen gebracht. Das Stück wurde vor ausverkauftem Haus und unter tosendem Beifall gespielt in deutscher Sprache und vor vielen Familienangehörigen. Sie waren so stolz auf der Bühne gestanden zu haben und dabei gewesen zu sein. Es bildete einen tollen Abschluss der Zusammenarbeit mit der Willkommensschule an der Stresemannstraße.

Willkommen in Bremen

„Willkommen in Bremen“ (01.05.2022 - 30.04.2023) ist ein kostenloses Betreuungs- und Beschäftigungsangebot für ca. 350 mehrheitlich junge Geflüchtete in Bremen.
Der Schwerpunkt des Angebots liegt auf der Freizeitgestaltung über kreatives Spiel, Spaß und dem Erwerb von ersten deutschen Wörtern. Aktuell kommen täglich immer mehr Kinder und Jugendliche nach Bremen. Sie sollen möglichst schnell in einen positiven Alltag integriert werden. Das Trauma der Mutter überträgt sich rasch auf das Kind und hier ist schnelles Handeln mit adäquaten Angeboten gefragt.
Mit diesem Projekt bieten wir Betreuungs- und Beschäftigungsangebot in verschiedenen Stadtteilen Bremens an. Unsere Mitarbeiter:innen, ehrenamtlichen Helfer und Honorarkräfte führen mit den ukrainischen Kindern und Jugendlichen Workshops und Kurse zur Bewegung und Theater durch, spielen Spiele und vermitteln deutsche Sprachkenntnisse.
Die Kinder bauen Kontakt mit Gleichaltrigen auf knüpfen Freundschaften, die durch gemeinsame Ausflüge gestärkt werde. Sie lernen Alltagssprache und erleben die Stadt auf eine andere Art und Weise, in der sie jetzt leben.
Wo kann ich spielen und toben, wo in Ruhe lesen oder wo treffe ich andere Jugendliche? All das sind wichtige Fragen, um sich willkommen zu fühlen und nicht ständig als Geflüchteter, der ständig Hilfe annehmen muss, wahrgenommen zu werden.
Erste Sprachkenntnisse helfen dabei sich zu orientieren, erste Kontakte helfen sich zu entwickeln und stärken sie. Sie benötigen eine Perspektive und sollen die Zeit nutzen sich zu bilden und weiterzuentwickeln. Das Trauma des Krieges soll diese Zeit nicht bestimmen, sondern die Zeit soll im besten Fall als Chance gesehen werden, etwas Neues zu wagen und seine persönlichen Kräfte zu spüren. In der Gruppe lassen sich Selbstwertgefühle wieder aufbauen und durch den Spaß bei Bewegung (z.B. beim Hip Hop) werden neue Talente entdeckt.
Kunst hat eine eigene Sprache und bringt Kulturen und Völker zusammen. Diese besondere Kompetenz nutzen wir seit Jahren und hier können und wollen wir sie einbringen. Vieles ist in Bewegung und ungewiss daher sind feste Partner in dieser Situation für die Geflüchteten so wichtig. Wir wollen dieser starke Partner für sie sein. Sprachkenntnisse sollen in allen Kursen vermittelt werden - spielerisch und nebenbei.
Die Kurse zum Spracherwerb werden für alle Altersklassen getrennt angeboten damit möglichst schnell Freundschaften entstehen. Im besten Fall besucht man dann zusammen beispielsweise noch einen kreativen Kurs. All das dient ihrer Persönlichkeitsentwicklung und soll ihre Lebensfreude wieder entfalten, nach den schrecklichen Erlebnissen der Flucht und der Ängste, die Heimat verlassen zu müssen.
Das Angebot läuft bis Ende April 2023 und wird gefördert von Aktion Mensch Sonderförderung - Ukrainekrieg: Hilfe für geflüchtete Menschen.

Inklusion/Integration –

wie geht das?

Das Projekt „Inklusion/Integration – wie geht das?“ fand im Zeitraum 03/2022 bis 08/2023 gemeinsam mit der spanischen PartnerorganisationAPILAD aus Madrid statt. Es wurde gefördert von der Europäischen Union.Unser gemeinsames Ziel war es zu lernen, (junge) Menschen mit Behinderung/Beeinträchtigung zu helfen, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Durch drei persönliche Begegnungen von Fachkräften aus beiden Organisationen konnten wir viel in Theorie und Praxis voneinander erfahren und ausprobieren über inklusive Workshops und Aktivitäten. Bei unserem letzten Treffen haben wir inklusive Jugendliche aus beiden Ländern zusammengebracht. Dank unseres Erfahrungsaustausches konnten wir außerdem Methoden entwickeln, die den Pädagogen und Leitern weiterhelfen werden in den Themen Inklusion und Integration.

Der Leitfaden ist in drei Sprachen erhältlich und kann angefordert werden bei: Kira Petrov unter info@integrationdkunst.de

DFL STIFTUNG 2022

Im Zeitraum zwischen März und Dezember 2022 fand im Theater 11 ein Bewegungsprojekt für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund aus sozial benachteiligten Stadtteilen Bremens statt. Darunter waren auch einige ukrainische Geflüchtete.

Ziel des Projekts war es, die über 60 Teilnehmer:nnen im Alter zwischen 5 und 15 Jahren spielerisch zur Bewegung zu motivieren. Am Ende des Projekts entstand mit etwa 20 von ihnen ein Tanztheaterstück zum Thema “Familie”, welches im Dezember 2022 aufgeführt wurde. Das Thema "Familie" wurde gewählt, da es Kinder und Jugendliche verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft vereint und für alle eine zentrale Bedeutung im Leben darstellt.

2022 Solidaritätsprojekt "Ich zeige dir mein Bremen"

Es entstand die Idee in der jungen Projektgruppe Spaziergänge und Ausflüge anzubieten von jungen Bremer*innen für junge Ukrainer*innen um die Stadt aus jugendlicher Sicht kennenzulernen. Ziel war es, dass sich die ukrainischen Jugendlichen integrieren und Kontakt mit Gleichaltrigen haben. In der Praxis klappte das sehr gut. Gemeinsame Ausflüge stärkten, sie lernten Alltagssprache und erlebten Bremen. Sie lernten wo man draußen Sport machen kann, wo in Ruhe lesen oder wo man eher junge Menschen trifft. Allgemein waren die gemeinsamen Ausflüge in die Stadt (Erkundung möglichst kostenloser Freizeitangebote, Events, Weiterbildung u.v.m.) mit gleichaltrigen Bremer*innen sehr wertvoll. Das Interesse war groß.


Die ukrainischen und Bremer Teilnehmer*innen haben durchweg ein positives Feedback gegeben und es entstanden Freundschaften über die Zeit. Die Projektgruppe hätte sich noch mehr Bremer Teilnehmer*innen gewünscht so waren die Gruppen nicht 50% zu 50% aber insgesamt waren alle sehr zufrieden. Empathie für die Situation der Ukrainer entstand und Bremer haben sich als gute Gastgeber gezeigt. Gefördert von der Europäischen Union.

Ukraine Hilfe 2022

Es war uns wichtig die Neuankömmlingedarin zu unterstützen, dass sie die traumatischen Ereignisse so feinfühlig wie möglich verarbeiten. Wir boten ihnen die Möglichkeit kreativ, spielerisch positive Impulse zu erleben umso Schritt für Schritt in Bremen/Deutschland anzukommen. Die Kinder und Jugendlichen sollten eine unbeschwertere Zeit erleben und wieder einmal lachen und sich mit Spaßbewegen z.B. über Tanzen und Bewegungsspiele.

Unser kursartiges Angebot für junge Geflüchtete fand an diversen Standorten in Bremen statt.

Es waren kreative niederschwellige Angebote in den Bereichen Schauspiel, Tanz, Gesang, Basteln und Malen, deutsche Sprachbildung sowie Bewegung über beispielsweise Tanzen und Mutter-Kind Turnen.
Ein weiteres Angebot war die spielerische Sprachbildung für Deutsch als Fremdsprache (DaF).

GIRLSPOWER

Das Ziel des Projekts war es, Mädchen und jungen Frauen zu helfen ihre innere Stärke und Schönheit zu erkennen. Im Weiteren strebte das Projekt an gewisse Hindernisse, mit denen sie konfrontiert sind, anzusprechen und Raum für Veränderung zu schaffen. (Junge) Frauen werden oft in der Öffentlichkeit klein geredet und ihre Kenntnisse und Träume werden ignoriert. Mit dem Projekt wollten wir den Teilnehmer:innen zeigen, dass egal wie unfair die Außenwelt sie sieht und wiederspiegelt, sie sind gut so wie sie sind. Wir arbeiteten an Gewohnheiten und Glaubenssätzen, die ihnen meist bereits als kleine Kinder eingeprägt wurden und haben sie unterstützt sich von Glaubenssätzen zu lösen, die ihnen im Wege stehen. Um möglichst viele Teilnehmer:innen zu empowern haben wir mehrere Termine in den Sommerferien angeboten.

MEINE SPRACHE IST DEUTSCH

Ziel des Projekts in 2021 und 2022 war es, die Sprachkenntnisse der Vorschulkinder spielerisch und kreativ zu verbessern. Gearbeitet wurde in parallelen Kleingruppen.

Gerade während der Corona-Zeit fehlte es vielen Kindern aus Integrationsfamilien an Kommunikation in der deutschen Sprache, da in den Familien meist nur die eigene Sprache gesprochen wird.

Das spielerische Sprachangebot kam sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern positiv an.

Theaterstück "Der Zauberer Von Oz" Premiere 2022

„Der Zauberer von Oz” erzählt die Geschichte von Dorothy, die sie zusammen mit ihrem Hund Toto in das wundersame Land Oz verschlägt. Mit dem Wunsch, wieder in ihre Heimat zurückzukehren, macht sie sich auf den Weg zum Zauberer von Oz. Auf ihrer Reise lernt sie die Vogelscheuche ohne Verstand, den Blechmann ohne Herz und den Löwen ohne Mut kennen, die sich im Verlauf als treue Freunde beweisen. Alle zusammen begeben sie sich auf ein spannendes, lustiges und atemberaubendes Abenteuer.

In das Projekt involviert sind viele junge Menschen im Alter von 6-17 Jahren. Das Projekt hat sich besonders durch die Integration von geflüchteten ukrainischen Jugendlichen, Kindern mit Migrationshintergrund und aus den benachteiligten Stadtteilen Bremens hervorgehoben. Die Ungewissheit, die Dorothy im Land Oz verspürte und ihr verschwundenes soziales Umfeld spiegeln sich in einigen Geschichten der Kinder und Jugendlichen wieder. Genau wie in der Geschichte “Der Zauberer von Oz ”baute sich das Umfeld immer mehr und mehr auf und bot allen Teilnehmer*innen die Chance auf neue Kontakte und Freunde.

Der Aspekt, dass jeder eine individuelle Geschichte hat, die er mit sich bringt, hat die Teilnehmer*innen schnell zu einem Team zusammengeschweißt und viele erkannten sich auf eine Art und Weise selbst in der Geschichte vom "Der Zauberer von Oz” wieder.

Um das Theaterstück künstlerisch mehr auszuweiten, wurde zum ersten Mal mit der neuen Kunstform Schattentheater gearbeitet.